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Samstag, 14. August 2010

Hummeln - Fliegende Teddybärchen

Hummeln sind liebenswerte Tiere. Jemand hat sie mal "Fliegende Teddybärchen" genannt.

Über Hummeln informiert eine wunderbare Homepage: http://www.bombus.de/index.aspx.
Dort im Forum kann man auch anfragen, wenn man mit Hummeln Probleme oder Sorgen hat.

Dass man außer Vögeln auch Hummeln Nistmöglichkeiten anbieten kann, wissen wenige Menschen. Wie solche Hummelnistkästen am besten aussehen, kann man auf diesem Link erkunden. Wir haben aus Ausgangsmaterial einfache Holzkästen mit Deckel benutzt, wie man sie für Spielzeug und Kleinkram im Baumarkt kaufen kann. Die Tragelöcher habe ich mit Fliegengitter beklebt, sie dienen der Lüftung. Ein Einflugloch wird mit dem Scharnierbohrer hergestellt. Dieser Kasten hat nur ein einfaches Einflugloch. Er ist von oben mit einer Folie gegen Regen geschützt und passend zur Wand gestrichen.

Hier kann man meinen Hummelkasten näher sehen. Der rote Pfeil zeigt auf das Einflugloch.

Und da kommt auch schon eine Arbeiterin. Sie ist mit Pollen und Nektar beladen und bringt den nun in das Hummelnest. Sie gehört zu einem Volk von Steinhummeln.


Meine Hummeln sind es schon gewöhnt, dass ich in regelmäßigen Abständen "bei ihnen hineinschaue". Sie brummen nur etwas lauter, aber fliegen nicht auf. Diese Sorte ist sowieso sehr friedlich. Auf dem folgenden Bild kann man die unterschiedliche Größe von Stockarbeiterin und Königin sehen. Der rote Pfeil zeigt auf die Königin.

Die Einrichtung des Kastens bestand aus einer Lage Zeitungspapier. Darauf lag ein Ballen Polsterwatte, umrandet von trockenen Laubblättern. Diese Einrichtung entspricht in etwa der Natur. Dort suchen sich die Hummeln verlassene Mäusenester. Unter der Watte baut im Frühling die Königin ganz alleine die ersten Tönnchen für Nektar und Pollen und für die Brut.
Die hellen Pünktchen auf der Watte sind zerkaute Zeitungsschnipsel, mit denen die Hummeln ihr Nest abgedeckt haben. So bleibt es währen der heißen Tage kühl und während der kalten Tage wärmen die Hummeln die Brut mit ihren Körpern. Meist sind die Stockarbeiterinnen emsig beschäftigt, diese Isolierung zu verbessern und zu erweitern.

Im Gegensatz zu den Bienen bauen die Hummeln keine richtigen Waben mit der typischen Struktur, sondern lose aneinander gereihte Tönnchen, wie man sie unten auf einem verlassenen und geöffneten Hummelnest vom Vorjahr sieht. In diesen bevorraten sie die Pollen und den Honig, den man beim Öffnen des Kastens riechen kann.

Wenn alles planmäßig verläuft, fliegen im Herbst die jungen Königinnen und die männlichen Drohnen ab. Die begatteten Jung-Königinnen fressen sich voll und graben sich dann für den Winterschlaf in loser Erde ein. Alle anderen Tiere des Hummelstaates sterben im Herbst nach und nach.

Im Frühling fliegen dann die großen Hummelköniginnen auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz. Da sie mit der Erinnerung an ihren Heimatplatz ausgestattet sind, kann ich hoffen, dass eine von den hier geschlüpften Jung-Königinnen wieder genau diesen Kasten beziehen wird.

Dann gründet sie ganz alleine ein neues Volk und sie bestäuben meine Gartenbäume und Blumen. Hummeln fliegen schon viel früher als Bienen, denn Hummeln vertragen kälteres Wetter. Unter diesem LINK kann man die Bombus-Datenbank für Hummel-Trachtpflanzen finden.

Ich sehe sie gerne im Garten.

Schöne Grüße,
Johanna

Kommentare:

  1. ...ein sehr interessanter Post, liebe Johanna, ich habe mir noch nie Gedanken über Hummeln gemacht und mir war auch gar nicht bewußt, daß sie auch Honig sammeln. Habe ich da vielleicht in der Schule was verpaßt? -oder einfach nur vergessen. Danke für die Infos. Wünsche dir ein erfreuliches Wochenende, liebe Grüße von Birgitt

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  2. Liebe Johanna,
    du überraschst mich immer wieder! Bisher wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir über Hummeln Gedanken zu machen. Nun habe ich wieder etwas dazu gelernt.

    Liebe Grüße von Elvira

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  3. Liebe Johanna,
    vielen Dank für die Nachhilfe in Biologie.
    Auch ich habe da wohl eine große Wissenslücke.
    Aber dank Dir habe ich jetzt was dazu gelernt.
    Schöne, interessante Bilder.

    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Angela

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  4. Liebe Johanna,
    Bloggen bildet, das wusste ich doch schon immer. Vielen Dank für diesen tollen, interessanten und lehrreichen Hummel-Bericht. Ich mag diese weichen niedlichen Tierchen auch sehr. Sie sehen so puschelig aus und sind total ungefährlich.
    Viele liebe Grüße
    Birgit

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  5. Liebe Johanna,

    Very nice way of comparing bumble bees to teddy bears! They don't sting; that's one thing! This is a great educational blog for all those that are not yet familiar with them. Composers did even use them for several themes...

    Have a great summer-Sunday and enjoy your many endeavors with mother nature; you are great in doing so!

    Greetings from Georgia/USA

    MariettesBacktoBasics

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  6. Hallo Johanna,
    so genau habe auch mir keine Gedanken über Hummeln gemacht, wie falsch... bis jetzt wusste ich nur, dass sie "Nützlinge" sind und dass sie toll auf den Fotos zu sehen sind... das sind ja wieder sehr interessante Infos, die Du für uns hast und noch bessere Bilder aus ihrem Leben ! LG und Dir einen schönen Sonntag noch - Rita

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  7. liebe Johanna
    alleine der süsse Name für die Hummel finde ich speziell: fliegende Teddybärchen. Ich sehe die Hummel nach deinen schönen Erklärungen heute mit ganz anderen Augen. Für mich wars bis jetzt ein Insekt wie eine Biene oder Wespe, vor dem ich Angst hatte dass es mich sticht.
    Habe mich aber jetzt auch ein bisschen schlau gemacht, und weiss nun, dass solche Stiche höchst selten vorkommen und auch nicht schlimm sind.
    Danke für deine schönen und interessanten Infos.
    LG Alice

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